Skip to main content

Ausnamen

Ausnamen

Den 11. Mee 1968 hu sech 40.000 Mënschen zu Berlin versammelt fir géint déi deemools geplangten Noutstandsgesetzer ze manifestéieren. Ee vun de bekanntste Kritiker vun dëse Gesetzer, den Heinrich Böll, sot dozou an sengem Virtrag: « Opgrond vu mengen Erfarunge mat verschiddenen Noutstänn, sinn ech der Iwwerzeegung, datt Noutstänn […] duerch Gesetzer net ze reegele sinn. » […]

Parteipolitik ohne Ausnahme

Parteipolitik ohne Ausnahme

In seiner Abhandlung über politische Theologie schrieb der Rechtswissenschaftler Carl Schmitt über den Ausnahmezustand, dass die Ausnahme interessanter als der Normalfall sei.

Das Normale, so Schmitt, beweise nichts, die Ausnahme alles. Denn in „der Ausnahme durchbricht die Kraft des wirklichen Lebens die Kruste einer in Wiederholung erstarrten Mechanik.“

Die Politik der Angst

Die Politik der Angst

In einem kurzen Blogbeitrag weist der italienische Philosoph Riccardo Manzotti zurecht darauf hin, dass Experten in der heutigen Krise weniger nach den Übertragungsmechanismen von Viren gefragt werden als nach Verhaltensanleitungen.

Der Wissenstransfer mit dem Wissenschaftler zu einem verantwortungsvollen und aufgeklärten Umgang mit der bedrohlichen Situation beitragen könnten, weicht gemeinhin dem Bedürfnis von Regeln und Richtlinien, von Verboten und Strafen. Dieses Bedürfnis entspricht umgekehrt der politischen und medialen Mobilisierung von Angst, Scham und Schuld. Der Eifer mit dem sich die verschiedensten Wissenschaftler, bevorzugt auch in Luxemburg, in öffentlichen Medien mit solch persönlichem Souveränitätsstreben hervortun zeigt von einem tiefen, wenn auch nicht bewussten Verständnis von realpolitischer Praxis.